Chronik
Tischtennis in Nordhalben 1949 – 2026(eine Chronik von Gerhard Wachter) Die ersten Jahre Wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand in der Marktgemeinde Nordhalben die Sportart Tischtennis ihre ersten Anhänger. Begeisterte junge Frauen und Männer trugen in Hinterhöfen und Scheunen auf selbst gefertigten „Platten“ Wettkämpfe mit dem kleinen Ball aus. Am 13. Juni 1949 gründeten in der Gaststätte „Weißes Lamm“ Johann Hader, Anton Zipfel, Ludwig Wunder, Thomas Schuberth, Andreas Hellgoth und Hans Kübrich die Tischtennisabteilung, die dem ATSV Nordhalben angehörte. Abteilungsleiter wurde Johann Hader. Als Spiellokal diente der Saal des „Weißen Lamms“. Das erste Freundschaftsspiel gab es in Steinwiesen. Nachdem sich die Mannschaft an den Punktspielen auf Kreisebene beteiligte, schaffte sie 1951 den Aufstieg in die Kreisliga Oberfranken-West. Im gleichen Jahr wechselte die Abteilung zum neu gegründeten FC Nordhalben und startete nach der Saison 1951/52 unter deren Namen, 1952 wurden eine 2. Herrenmannschaft und 1953 eine Jugendmannschaft für die Rundenspiele angemeldet. Schon ein Jahr später errang die Jugend durch Günter Pötzl, Hans Hanisch und Anton Wachter den Kreismeistertitel. Beschwerlich waren oft die Auswärtsfahrten, die man per Fahrrad oder Motorrad zurücklegte. Trikots in den rot/weißen FC-Vereinsfarben konnten angeschafft werden. 1953 war Nordhalben Schauplatz der Bezirksmeisterschaften (heutige Kreismeisterschaften) mit über 100 Teilnehmern. Zur 800-Jahrfeier des Marktes Nordhalben im Jahre 1954 wurde ein Turnier mit den besten Spielern Nordbayerns veranstaltet. Mittlerweile hatte die Tischtennis-Abteilung mit dem Saal der „Neuen Welt“ ein neues Domizil gefunden. Als durch die Arbeitslosigkeit der Jahre 1953/54 Tischtennisspieler gezwungen waren, auswärts ihren Lebensunterhalt zu verdienen, rückten junge Sportkameraden nach. Neben Thomas Schuberth, der die Vertretung für den Abteilungsleiter übernahm, machten sich besonders Josef Pöhnlein, Lorenz Stumpf, Anton Müller, Georg Köstner, Erich Neidhardt und Hans Scherbel um den Tischtennissport in Nordhalben verdient. FC-Jugend in den Schlagzeilen Schüler und Jugendliche brachten die ersten großen Titel nach Hause. 1954 wurde Richard Hader mit Heidenreich (Don Bosco Bamberg) Oberfränkischer Meister im Doppel der Schülerklasse, 1955 erreichte Thomas Schnappinger mit Hans Will vom TSV Thurnau den 2. Platz im Schülerdoppel bei den Bayerischen Meisterschaften und Monika Wunder/Thomas Schnappinger sicherten sich den Titel im Mixed bei den Oberfränkischen Jugendmeisterschaften 1957. Beachtenswerte Erfolge landete die Jugendmannschaft. In der Aufstellung Richard Hader, Alfred Wunder, Günter Pötzl, Manfred Scherbel, Karlheinz Wolf und Thomas Schnappinger wurde sie 1956 Oberfränkischer Meister, Nordbayerischer Meister und Dritte bei den Bayerischen Meisterschaften. In der gleichen Spielzeit stieg die 1. Mannschaft wieder in die Kreisliga Oberfranken-West auf. 1957 wurde die einteilige Bezirksliga Oberfranken ins Leben gerufen und der FC Nordhalben gehörte dieser neuen Spielklasse an. In der Saison 1959/60 griff eine 3. Herrenmannschaft ins Geschehen ein. Die 1. Mannschaft holte mit Günter Simon, Richard Hader, Horst Wunder, Alfred Wunder, Thomas Schnappinger und Günter Pötzl den Meistertitel in der Bezirksliga Oberfranken, scheiterte aber bei den Aufstiegsspielen zur Landesklasse. Anfang der sechziger Jahre war der FC Gast beim Turnier der BSG Neuhaus am Rennweg in der SBZ (Sowjetische Besatzungszone). Den ersten Platz sicherte sich Mühlhausen, in dessen Reihen Weltmeisterschaftsdritter Heinz Schneider stand, vor Nordhalben. Ein Jahr später kam Neuhaus zum Gegenbesuch nach Nordhalben. Günter Simon übernahm das Amt des Jugendleiters, das er über dreißig Jahre führen sollte. Vielen Kindern und Jugendlichen brachte er die Grundbegriffe bei und kümmerte sich erfolgreich um den Nachwuchs des Vereins. Ein Novum aus der damaligen Zeit: in der Serie 1962/63 startete die FC-Jugend in der Herren-Kreisliga Frankenwald und hatte dort die eigene 3. Herrenmannschaft zum Gegner! Andi Köstner sorgte 1964 für einen Oberfränkischen Meistertitel, als er im Schülerdoppel mit Max Sachs vom FC Stammbach triumphiert. Aufstieg in die Landesklasse Nord 1967 wurde der FC Nordhalben, nach 1960, erneut Meister der Bezirksliga Oberfranken. Über Aufstiegsspiele in Neustadt/Aisch qualifizierten sich Günter Simon, Günter Pötzl, Ottmar Kürschner, Alfred Wunder, Karlheinz Kürschner, Werner Müller und Hermann Grebner für die Landesklasse Nord. Diese Liga wurde ein Jahr später geteilt und der FC in die Landesliga Nordwest eingegliedert, der er bis 1972 angehörte. Im Eckardt-Pokalwettbewerb (1970) drang Nordhalben bis ins Bezirksfinale vor und unterlag nach hartem Kampf dem Oberligisten TTC Burgkunstadt mit 3:5 Punkten. In der Saison 1967/68 konnte man eine 4. Herrenmannschaft ins Rennen schicken und Anfang der siebziger Jahre folgte sogar die 5. Herrenmannschaft. Karlheinz Kürschner erwarb den Übungsleiterschein und sorgte für gezieltes Training. Der Bayerische Tisch-Tennis-Verband dankte Abteilungsleiter Johann Hader für seine langjährige Tätigkeit mit der Einladung zu den Tischtennis-Weltmeisterschaften 1969 in München. Günter Simon wurde in die Oberfrankenauswahl berufen.Die Jugendarbeit Günter Simons trug Früchte. Unter zahlreichen Talenten ragte Reiner Kürschner heraus, der 1973 Oberfränkischer Meister im Einzel und Mixed (mit Ulla Zeitler, TTC Wallenfels) wurde. 1974 konnte er sich mit dem Titel des Oberfränkischen Juniorenmeisters schmücken. In dieses Jahr fällt die Gründung der Mädchenmannschaft, die mangels Konkurrenz in der Jungen-Kreisliga mitspielte. Große Erfolge im Jubiläumsjahr 1976, zum 25-jährigen Vereinsjubiläum des FC Nordhalben, hatte die Tischtennisabteilung drei große Erfolgserlebnisse. Die 1. Herrenmannschaft kehrte als Meister der Oberfrankenliga in die Landesliga zurück. Günter Simon, Reiner Kürschner, Roland Witurka, Gerhard Wachter, Ottmar Kürschner, Helmut Hellgoth, Karlheinz Kürschner und Hermann Grebner waren die Akteure. Der zweite große Wurf gelang mit dem Gewinn des Oberfränkischen Eckardt-Pokal-Wettbewerbs, an dem Günter Simon, Reiner Kürschner, Roland Witurka und Gerhard Wachter beteiligt waren. Für den dritten Paukenschlag sorgte Reiner Kürschner, der Bezirksmeister im Herren-Einzel wurde. Übungsleiter Gerhard Wachter widmete sich verstärkt der Nachwuchsförderung. In dieser Zeit kam es zu freundschaftlichen Begegnungen mit Vereinen aus nah und fern: Tennis Borussia Berlin, TSV Oberkassel/Bonn, SC Eichenstein-Issigau, TSC Berlin-Britz, Spandauer TTC und TTC Dornbusch (Hessen). Zwei Spielzeiten blieb der FC in der Landesliga Nordwest. 1978 erfolgte der freiwillige Abstieg in die Oberfrankenliga, nachdem die Nr. 1, Reiner Kürschner, zum TTC Neustadt wechselte. Wenige Monate vorher siegte er an der Seite von Bernd Lindenmayr (TV 1860 Bamberg) im Doppel bei den Oberfränkischen Meisterschaften. Erfreuliches gab es von den Damen zu berichten, die eine 2. Mannschaft zum Einsatz brachten. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war der Besuch von Europameister Milan Orlowski aus der damaligen Tschechoslowakei, der in Schaukämpfen sein hervorragendes Können zeigte. FC-Jugend und Damen sorgen für Furore Schöne Erfolge gab es 1980 für die FC-Jugend, als Günter Simon II, Frank Stumpf, Manfred Wunder und