Tischtennis - Chronik

Tischtennis in Nordhalben 1949 – 2018
(eine Chronik von Gerhard Wachter)

Die ersten Jahre

Wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand in der Marktgemeinde Nordhalben die Sportart Tischtennis ihre ersten Anhänger. Begeisterte junge Frauen und Männer trugen in Hinterhöfen und Scheunen auf selbst gefertigten „Platten“ Wettkämpfe mit dem kleinen Ball aus. Am 13. Juni 1949 gründeten in der Gaststätte „Weißes Lamm“ Johann Hader, Anton Zipfel, Ludwig Wunder, Thomas Schuberth, Andreas Hellgoth und Hans Kübrich die Tischtennisabteilung, die dem ATSV Nordhalben angehörte. Abteilungsleiter wurde Johann Hader. Als Spiellokal diente der Saal des „Weißen Lamms“. Das erste Freundschaftsspiel gab es in Steinwiesen. Nachdem sich die Mannschaft an den Punktspielen auf Kreisebene beteiligte, schaffte sie 1951 den Aufstieg in die Kreisliga Oberfranken-West. Im gleichen Jahr wechselte die Abteilung zum neu gegründeten FC Nordhalben. 1952 wurden eine 2. Herrenmannschaft und 1953 eine Jugendmannschaft für die Rundenspiele angemeldet. Schon ein Jahr später errang die Jugend durch Günter Pötzl, Hans Hanisch und Anton Wachter den Kreismeistertitel. Beschwerlich waren oft die Auswärtsfahrten, die man per Fahrrad oder Motorrad zurücklegte. Trikots in den rot/weißen FC-Vereinsfarben konnten angeschafft werden. 1953 war Nordhalben Schauplatz der Bezirksmeisterschaften (heutige Kreismeisterschaften) mit über 100 Teilnehmern. Zur 800-Jahrfeier des Marktes Nordhalben im Jahre 1954 wurde ein Turnier mit den besten Spielern Nordbayerns veranstaltet. Mittlerweile hatte die Tischtennisabteilung mit dem Saal der „Neuen Welt“ ein neues Domizil gefunden. Als durch die Arbeitslosigkeit der Jahre 1953/54 Tischtennisspieler gezwungen waren, auswärts ihren Lebensunterhalt zu verdienen, rückten junge Sportkameraden nach. Neben Thomas Schuberth, der die Vertretung für den Abteilungsleiter übernahm, machten sich besonders Josef Pöhnlein, Lorenz Stumpf, Anton Müller, Georg Köstner, Erich Neidhardt und Hans Scherbel um den Tischtennissport in Nordhalben verdient.

FC-Jugend in den Schlagzeilen

Schüler und Jugendliche brachten die ersten großen Titel nach Hause. 1954 wurde Richard Hader mit Heidenreich (Don Bosco Bamberg) Oberfränkischer Meister im Doppel der Schülerklasse, 1955 erreichte Thomas Schnappinger mit Hans Will vom TSV Thurnau den 2. Rang im Schülerdoppel bei den Bayerischen Meisterschaften und Monika Wunder/Thomas Schnappinger sicherten sich den Titel im Mixed bei den Oberfränkischen Jugendmeisterschaften 1957. Beachtenswerte Erfolge landete die Jugendmannschaft. In der Aufstellung Richard Hader, Alfred Wunder, Günter Pötzl, Manfred Scherbel, Karlheinz Wolf und Thomas Schnappinger wurde sie 1956 Oberfränkischer Meister, Nordbayerischer Meister und Dritte bei den Bayerischen Meisterschaften. In der gleichen Spielzeit stieg die 1. Mannschaft wieder in die Kreisliga Oberfranken-West auf. 1957 wurde die einteilige Bezirksliga Oberfranken ins Leben gerufen und der FC Nordhalben gehörte dieser neuen Spielklasse an. In der Saison 1959/60 griff eine 3. Herrenmannschaft ins Geschehen ein. Die 1. Mannschaft holte mit Günter Simon, Richard Hader, Horst Wunder, Alfred Wunder, Thomas Schnappinger und Günter Pötzl den Meistertitel in der Bezirksliga Oberfranken, scheiterte aber bei den Aufstiegsspielen zur Landesklasse. Anfang der sechziger Jahre war der FC Gast beim Turnier der BSG Neuhaus am Rennweg in der SBZ (Sowjetische Besatzungszone). Der Club, in dessen Reihen Weltmeisterschaftsdritter Heinz Schneider stand, kam ein Jahr später zum Gegenbesuch nach Nordhalben. Günter Simon übernahm das Amt des Jugendleiters, das er über dreißig Jahre führen sollte. Vielen Kindern und Jugendlichen brachte er die Grundbegriffe bei und kümmerte sich erfolgreich um den Nachwuchs des Vereins. Ein Novum aus der damaligen Zeit: in der Serie 1962/63 startete die FC-Jugend in der Herrenkreisliga Frankenwald und hatte dort die eigene 3. Herrenmannschaft zum Gegner! Andi Köstner sorgte 1964 für einen Oberfränkischen Meistertitel, als er im Schülerdoppel mit Max Sachs vom FC Stammbach triumphierte.

Aufstieg in die Landesklasse Nord

1967 wurde der FC Nordhalben, nach 1960, erneut Meister der Bezirksliga Oberfranken. Über Aufstiegsspiele in Neustadt/Aisch qualifizierten sich Günter Simon, Günter Pötzl, Ottmar Kürschner, Alfred Wunder, Karlheinz Kürschner, Werner Müller und Hermann Grebner für die Landesklasse Nord. Diese Liga wurde ein Jahr später geteilt und der FC in die Landesliga Nordwest eingegliedert, der er bis 1972 angehörte. Im Eckardt-Pokalwettbewerb (1970) drang Nordhalben bis ins Bezirksfinale vor und unterlag nach hartem Kampf dem Oberligisten TTC Burgkunstadt mit 3:5 Punkten. In der Saison 1967/68 konnte man eine 4. Herrenmannschaft ins Rennen schicken und Anfang der siebziger Jahre folgte sogar eine 5. Herrenmannschaft. Karlheinz Kürschner erwarb den Übungsleiterschein und sorgte für gezieltes Training. Der Bayerische Tischtennisverband dankte Abteilungsleiter Johann Hader für seine langjährige Tätigkeit mit der Einladung zu den Tischtennisweltmeisterschaften 1969 in München. Günter Simon wurde in die Oberfrankenauswahl berufen. Die Jugendarbeit Günter Simons trug Früchte. Unter zahlreichen Talenten ragte Reiner Kürschner heraus, der 1973 Oberfränkischer Meister im Einzel und Mixed (mit Ulla Zeitler, TTC Wallenfels) wurde. 1974 konnte er sich mit dem Titel des Oberfränkischen Juniorenmeisters schmücken. In dieses Jahr fällt die Gründung der Mädchenmannschaft, die mangels Konkurrenz in der Jungenkreisliga mitspielte.

Große Erfolge im Jubiläumsjahr

1976, zum 25-jährigen Vereinsjubiläum des FC Nordhalben, hatte die Tischtennisabteilung drei große Erfolgserlebnisse. Die 1. Herrenmannschaft kehrte als Meister der Oberfrankenliga in die Landesliga zurück. Günter Simon, Reiner Kürschner, Roland Witurka, Gerhard Wachter, Ottmar Kürschner, Helmut Hellgoth, Karlheinz Kürschner und Hermann Grebner waren die Akteure. Der zweite große Wurf gelang mit dem Gewinn des Oberfränkischen Eckardt-Pokalwettbewerbs, an dem Günter Simon, Reiner Kürschner, Roland Witurka und Gerhard Wachter beteiligt waren. Für den dritten Paukenschlag sorgte Reiner Kürschner, der Bezirksmeister im Herreneinzel wurde. Übungsleiter Gerhard Wachter widmete sich verstärkt der Nachwuchsförderung. In dieser Zeit kam es zu freundschaftlichen Begegnungen mit Vereinen aus nah und fern: Tennis Borussia Berlin, TSV Oberkassel/Bonn, SC Eichenstein-Issigau, TSC Berlin-Britz, Spandauer TTC und TTC Dornbusch (Hessen). Zwei Spielzeiten blieb der FC in der Landesliga Nordwest. 1978 erfolgte der freiwillige Abstieg in die Oberfrankenliga, nachdem die Nr. 1, Reiner Kürschner, zum TTC Neustadt wechselte. Wenige Monate vorher siegte er an der Seite von Bernd Lindenmayr (TV 1860 Bamberg) im Doppel bei den Oberfränkischen Meisterschaften. Erfreuliches gab es von den Damen zu berichten, die eine 2. Mannschaft zum Einsatz brachten. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war der Besuch von Europameister Milan Orlowski aus der damaligen Tschechoslowakei, der in Schaukämpfen sein hervorragendes Können zeigte.

FC-Jugend und Damen sorgen für Furore

Schöne Erfolge gab es 1980 für die FC-Jugend, als Günter Simon II, Frank Stumpf, Manfred Wunder und Peter Schmidt Oberfränkischer Meister, Oberfränkischer Pokalsieger, Nordbayerischer Vizemeister und Vierter bei den Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften wurden. Die 1. Damenmannschaft (Sabine Wachter, Christine Hagen, Anita Beetz und Gisela Wunder) erreichte in der Oberfrankenliga Rang 2, der zum Aufstieg in die Landesliga Nordwest berechtigte. Leider musste das 1. Herrenteam nach der Niederlage im Entscheidungsspiel gegen TS HR Selb die Oberfrankenliga verlassen, schaffte dann in der darauf folgenden Saison die Meisterschaft in der Bezirksliga II und den Wiederaufstieg. Sehr erfolgreich verlief die Saison 1982/83. Der 1. Damenmannschaft gelang mit den Spielerinnen Sabine Wachter, Gisela Wunder, Christine Hagen, Anita Beetz und Barbara Letsch als Oberfrankenliga-Vizemeister erneut der Sprung in die Landesliga. Die Mädchenmannschaft (Irene Köstner, Petra Werner, Alexandra Kübrich und Silke Deuerling) wurde Kreismeister, Kreispokalsieger und Oberfränkischer Pokalsieger. Die Herren kämpften sich im Eckardt-Pokal bis ins Bezirkspokalfinale vor und unterlagen dem FC Bayreuth mit 1:5 Punkten. 1984 wurde eine 3. Damenmannschaft für die Punkterunde angemeldet. Durch den Erweiterungsbau der Klöppelschule (1985) konnte der neue Mehrzweckraum für Training und Spiele genutzt werden. So verteilten sich die sportlichen Aktivitäten auf den Saal der „Neuen Welt“ und den Mehrzweckraum der Klöppelschule. Sabine Wachter wurde mit Peter Betsch (TTBG Steiner Bayreuth) Bezirksmeister im Gemischten Doppel.
 

Die Freundschaft zu Statisztika/Vizmüvek Budapest

1986 reiste die Tischtennisabteilung nach Ungarn, wo die Freundschaft mit dem Club Statisztika/Vizmüvek Budapest entstand. Ein Jahr später kam der europäische Spitzenverein im Damentischtennis zum Gegenbesuch in die Klöppelgemeinde. Höhepunkt des einwöchigen Aufenthalts war ein Vergleich zwischen Statisztika/Vizmüvek Budapest und einer Bayernauswahl, das die ungarischen Damen mit 7:5 Punkten gewannen. Weitere unvergessliche Treffen mit den Magyaren gab es 1988 und 1990 in Budapest und 1989 in Nordhalben. 1988 konnten wieder einige Meistertitel an die Fahne des FC geheftet werden. Das 1. Herrenteam wurde Meister der Bezirksliga II und die 2. Herrenmannschaft errang die Meisterschaft in der Bezirksliga III. Im Seniorensport trugen sich die „alten Kämpen“ Günter Simon, Günter Pötzl, Ottmar Kürschner, Karlheinz Kürschner und Heiko Gleich als Oberfränkischer Mannschaftsmeister in die Siegerliste ein. 1989 feierte die Abteilung in der Klöppelschule das 40-jährige Bestehen. Im gleichen Jahr fiel aufgrund der politischen Wende der „Eiserne Vorhang“. Sportverkehr mit Vereinen aus Thüringen und Sachsen war wieder möglich und wurde praktiziert.
 

Durchmarsch in die Landesliga

Nach dem Aufstieg der 1. Herren 1990 aus der 2. Bezirksliga in die Oberfrankenliga gelang überraschend die Meisterschaft und somit der Durchmarsch in die Landesliga Nordwest. Thomas Wunder, Frank Stumpf, Gerhard Wachter, Manfred Wunder, Helmut Hellgoth, Günter Simon II, Thomas Pötzinger und Günter Pötzl bildeten das Meisterteam. Ein Jahr später kam Reiner Kürschner wieder zu seinem Heimatverein zurück und verhalf als Spielertrainer dem FC zur Vizemeisterschaft in der Landesligasaison 1991/92. 1991 gab Johann Hader nach 42-jähriger Amtszeit als Abteilungsleiter den Posten an Frank Stumpf weiter. Für seine überaus großen Verdienste wurde Johann Hader zum Ehrenabteilungsleiter ernannt. Der Bayerische Tischtennisverband würdigte die langjährige Funktionärstätigkeit mit der Verdienstnadel in Gold mit Kranz. Günter Simon bekam für seine unermüdliche Arbeit als Jugendleiter (über 30 Jahre) die BTTV-Verdienstnadel in Gold überreicht.

Viele Pokalsiege in den 90er Jahren

Die Titel des Oberfränkischen und Bayerischen Pokalsiegers für Kreisligamannschaften wurde 1991 durch die Jugendmannschaft in der Aufstellung Thomas Schneider, Matthias Stark, Jörg Neubauer, Frank Hartenstein und Thorsten Will
errungen. Vier Oberfränkische Meistertitel sammelte Gerhard Wachter (3x Einzel, 1x Doppel) in der Seniorenaltersklasse I. Im Jahre 1993 war der Tod von Günter Simon zu beklagen. Ein schmerzlicher Verlust für die Tischtennisabteilung, in der er über 40 Jahre aktiv war, davon drei Jahrzehnte als Jugendleiter. 1995 konnten die Tischtennissportler in die Nordwaldhalle umziehen. Ein Traum ging in Erfüllung. 46 Jahre nach Gründung der Abteilung hatte man endlich eine Sportstätte mit optimalen Voraussetzungen für Training und Wettkämpfe. Drei Pokalsiege bildeten die Höhepunkte des Jahres 1996. Die Damenmannschaft wurde Oberfränkischer Pokalsieger für Bezirksligamannschaften mit Gisela Horn, Anita Beetz und Christine Lippert. Die Herren sorgten für einen großen Vereinserfolg mit dem Gewinn des Oberfränkischen Pokals der Verbandsligisten. Zum Einsatz kamen Reiner Kürschner, Miroslav Lapisz, Thomas Wunder und Frank Stumpf. Ebenfalls Oberfränkischer Pokalgewinner wurde die Mädchenmannschaft mit Jessica Kürschner, Tanja Schirmer und Pia Wachter. 1997 konnte die Damenmannschaft mit Gisela Hable, Anita Beetz, Christine Lippert, Ingrid Schreiner und Tanja Ruf den Aufstieg in die Oberfrankenliga unter Dach und Fach bringen. Große Freude bereitete dem FC die Mädchenmannschaft (Jessica Kürschner, Tanja Schirmer, Pia Wachter, Stefanie Beetz, Kathrin Beetz), die Meister der Oberfrankenliga wurden und in die Bayernliga aufstiegen. Dazu gesellte sich der Bayerische Pokalsieg für Mädchenbezirksligamannschaften. Ein Jahr später gab es wieder einen Pokalerfolg für diese Jugendlichen (Jessica Kürschner, Tanja Schirmer, Pia Wachter) als Oberfränkischer Pokalsieger. Zudem wiederholten die Herren mit Andrezey Truszczynski, Reiner Kürschner, Thomas Wunder und Friedel Tomaschko den Pokaltriumph von 1996.

Reiner Kürschner sensationell Deutscher Meister

Großartige Leistungen vollbrachte in der gleichen Saison Reiner Kürschner. Er wurde bei den Senioren in der AK 1 Oberfränkischer Meister, 3. bei den Bayerischen Meisterschaften im Einzel und 2. (mit Alexander Zeuß, SG Neuses) im Doppel. Als Krönung seiner bisherigen Laufbahn gelang ihm der sensationelle Titelgewinn bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften. 1998 war die Nordwaldhalle Austragungsort der Oberfränkischen Einzelmeisterschaften. Den sportlichen Glanzpunkt setzte wieder einmal Reiner Kürschner mit dem Sieg im Herreneinzelwettbewerb. Herausragende Platzierungen erreichte Jessica Kürschner in der Jugendklasse zwischen 1994 und 1998. Nicht weniger als zehn Oberfränkische Meistertitel (4x im Einzel, 3x im Doppel und 3x im Mixed) gingen auf das Konto der talentierten Spielerin. Von Nordhalbener Seite waren zweimal im Doppel Tanja Schirmer und einmal im Mixed Stefan Schirmer beteiligt. 1998 gab es auch einen Oberfrankentitel für Kathrin Beetz (mit Nadine Woitzik, DJK Rödental) im Mädchendoppel der Jugend-AK II.

50 Jahre Tischtennis und mit Schwung ins neue Jahrtausend

1999 feierte die Tischtennisabteilung ihr 50-jähriges Bestehen mit Ehrenabend, Fotoausstellung und sportlichen Wettkämpfen. In der Saison 1998/99 wurde die FC-Herrenmannschaft ungeschlagen Meister der Landesliga Nordwest. Damit verbunden war der Aufstieg in die Bayernliga-Nord. Trivon Lengerov, Andrzey Truszczynski, Reiner Kürschner, Thomas Wunder, Friedel Tomaschko, Frank Stumpf, Stefan Schirmer und Hans-Peter Pötzinger waren die Akteure des großartigen Erfolgs. Reiner Kürschner gelang bei den Bayerischen- und Süddeutschen Seinorenmeisterschaften fünfmal der Sprung aufs Siegerpodest. Die Damen mit Gisela Hable, Anita Beetz, Jessica Kürschner und Christine Lippert schafften im Jahr 2000 den Pokalsieg für Bezirksligamannschaften in Oberfranken. Reiner Kürschner gewann den Bezirksmeistertitel im Einzel und zusammen mit Thomas Wunder im Doppel. In der Saison 2000/01 belegten die 1. Herren den hervorragenden 2. Platz in der Bayernliga Nord. Seniorenmannschaftsmeister und Dritte bei den Bayerischen Meisterschaften wurden die Damen in der Besetzung Gisela Hable, Anita Beetz und Christine Lippert. Auch den Pokalsieg für Bezirksligamannschaften heimsten die Damen (mit Jessica Kürschner) ein. Reiner Kürschner landete bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften auf dem 3. Rang und kam noch zu weiteren Top-Platzierungen anläßlich überregionaler Veranstaltungen. Erwähnenswert zwei Bronzemedaillen für das Urgestein Johann Hader bei den Bayerischen Meisterschaften Ü70 im Einzel und Doppel (mit Alfred Leppert, TS Kronach). Eine Abonnement schienen die Herren auf den Oberfränkischen Pokal für Verbands ligamannschaften zu besitzen. Von 1998 – 2002 wurde der Titel fünfmal ohne Unterbrechnung nach Nordhalben geholt. Daran beteiligt Reiner Kürschner, Trifon Lengerov, Andrzey Truszczynski, Thomas Wunder und Friedel Tomaschko. Nachdem in dieser Spielzeit auch der Bayernpokal gewonnen wurde, qualifizierte sich der FC für die Deutschen Meisterschaften. Als Deutscher Vizemeister (Trifon Lengerov, Reiner Kürschner, Thomas Wunder, Frank Stumpf) kehrte man zurück und sorgte für den bisher größten Mannschaftserfolg in der Vereinsgeschichte. In der Seniorenklasse Ü40 sicherte sich Reiner Kürschner den Bayerntitel im Einzel. Die Spielzeit 2002/03 war geprägt vom Aufstieg der 1. Herrenmannschaft mit Trifon Lengerov, Reiner Kürschner, Friedel Tomaschko, Mario Puzik, Thomas Wunder, Frank Stumpf und Helmut Hellgoth in die Süddeutsche Oberliga, als Meister der Bayernliga Nord.


Aufstieg in die dritthöchste deutsche Liga

Nachdem sich der FC für die Oberligasaison 2003/04 verstärkt hatte, war schon nach der Vorrunde abzusehen, dass man um den Titel mitspielen würde. Der Traum von der Meisterschaft in der Oberliga Süd erfüllte sich für Trifon Lengerov, Peter Vaverka, Reiner Kürschner, Patrick Ulrich, Thomas Wunder, Friedel Tomaschko, Rolf Eberhardt und Frank Stumpf. Damit erreichte der Verein aus dem Frankenwald den Aufstieg in die Regionalliga Süd, Deutschland dritthöchster Liga. Neben zwei Meistertiteln bei den Oberfränkischen Meisterschaften im Einzel (Rolf Eberhardt) und im Doppel (Rolf Eberhardt/Patrick Ulrich) gab es im Seniorensport glänzende Erfolge. Die Ü40-Mannschaft holte sich alle Titel bis hinauf zur Süddeutschen Meisterschaft und schaffte Rang drei bei der „Deutschen“. Im Einzel der Ü40 beeindruckte Reiner Kürschner bei den Deutschen Meisterschaften mit Rang zwei und Rolf Eberhardt brachte in der Altersklasse Ü50 einen dritten Platz im Einzel und einen zweiten Platz im Doppel (mit Paul Beisler, FC Hösbach) nach Hause. Rolf Eberhardt wurde zudem Süddeutscher Einzelmeister und Reiner Kürschner gelang bei den Bayerischen Meisterschaften der Sieg im Doppel mit Wilfried Kinner (TTC Creußen). Mit den Oberfränkischen Einzelmeisterschaften und den Bayerischen Titelkämpfen in den B-, C- und D-Klassen gingen zwei Großveranstaltungen in der Nordwaldhalle über die Bühne. In der folgenden Saison war die Nordwaldhalle Schauplatz für ein historisches Ereignis: am 12.10.2004 standen sich im Rahmen der Qualifikation für die Europameisterschaft die Damen-Nationalmannschaften von Deutschland und Italien gegenüber. Fast 1000 Zuschauer sorgten für eine sensationelle Atmosphäre, als der amtierende Europameister Italien das deutsche Team mit 3:0 bezwang. Nach der Begegnung sparte der Deutsche Tischtennisbund nicht mit Lob für den Ausrichter. Im Wettspielbetrieb erwies sich die Regionalliga für den FC um eine Nummer zu groß und es folgte der Abstieg in die Oberliga. Patrick Ulrich holte sich den Titel des Oberfränkischen Einzelmeisters. Bei den Senioren gelangen Rolf Eberhardt Süddeutsche Meisterschaften im Einzel und Doppel (mit Reinhard Krainz, SpVgg Erdweg) der Altersklasse Ü50. Bei den Bayerischen Meisterschaften waren in der Ü40 Reiner Kürschner und Reiner Kürschner/Hans Lechner (Post SV Traunstein) nicht zu bezwingen. Rolf Eberhardt triumphierte im Einzel der AK Ü50. In der Saison 2005/06 sorgten die Mädchen für den einzigen Mannschaftstitel im Punktspielbetrieb. Natalie Wagner, Jennifer Kürschner, Tamara Stumpf, Bianca Wagner und Julia Schnura wurden Kreisligameister und Aufsteiger zur 2. Bezirksliga. Den Doppeltitel bei den Oberfränkischen Meisterschaften holte sich das Duo Rolf Eherhardt/Thomas Wunder. Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften gelang Thomas Wunder mit Gaby Kotter in der AK Ü40 der 2. Platz. Beachtenswert auch der Vizemeistertitel für Rolf Eberhardt bei den Süddeutschen Meisterschaften in der Ü50-Klasse. Anläßlich der Bayerischen Meisterschaften kam Rolf Eberhardt noch zweimal zu Titelehren, als er den Einzelwettbewerb und auch das Doppel mit seinem Vereinskameraden Friedel Tomaschko gewann. Reiner Kürschner, Thomas Wunder, Rolf Eberhardt und Frank Stumpf waren begeisterte Teilnehmer an den Seniorenweltmeisterschaften in Bremen. Erwähnenswert noch, dass der FC in der Nordwaldhalle die Oberfränkischen Schülermeisterschaften und die Oberfränkischen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren ausrichtete. Im Juli des Jahres 2006 traf die Tischtennisabteilung mit dem Tod ihres Ehrenabteilungsleiters Johann Hader ein schwerer Schlag. Der allseits beliebte Sportler und Funktionär war Gründungsmitglied und führte die Abteilung 42 Jahre lang durch alle Höhen und Tiefen. Er erwarb sich bei seinem Heimatverein FC Nordhalben und darüber hinaus große Verdienste und galt als ein Pionier des oberfränkischen Tischtennissports. Neben Ehrungen durch den Bayerischen Tischtennisverband wurde er von der Marktgemeinde Nordhalben mit der goldenen Bürgernadel ausgezeichnet. Der FC Nordhalben hatte Johann Hader viel zu verdanken, denn er widmete sich zeitlebens seiner Abteilung.

FC-Senioren holen sich die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

Während sich in der Spielzeit 2006/07 die 1. Herrenmannschaft als Absteiger aus der Oberliga Bayern verabschiedete, eilten die Senioren von Erfolg zu Erfolg. In der Altersklasse Ü50 wurde der FC Oberfränkischer Meister, Bayerischer Meister, Süddeutscher Meister und, als Krönung dieser außergewöhnlichen Serie, Deutscher Meister. Reiner Kürschner, Rolf Eberhardt, Reinhard Krainz und Friedel Tomaschko waren die Akteure der tollen Ergebnisse. Auch im Senioreneinzelsport drückten Nordhalbener bei verschiedenen Wettkämpfen ihren Stempel auf. Bayerische Titel gingen an Reiner Kürschner (Ü50-Einzel), Rolf Eberhardt/Friedel Tomaschko (Ü50-Doppel) und Reinhard Krainz/Annemarie Häusler, Holzkirchen (Ü50-Mixed). Bei den Süddeutschen Meisterschaften gewann Rolf Eberhardt zusammen mit Hans Blum (SV Ampermoching) das Doppel in der Ü50 und Thomas Wunder/Rainer Eckert (Fortuna Straubing) landeten auf Platz zwei im Doppel der Ü40. Stark auch die Vorstellung von Reiner Kürschner und Rolf Eberhardt, die sich im Doppel der Europameisterschaften in Rotterdem (Niederlande) bis ins Viertelfinale vorkämpften. Im übrigen Geschehen war der Titelgewinn von Rolf Eberhardt mit Thorsten Seuz (TTC Creussen) bei den Oberfränkischen Meisterschaften das beste Ergebnis. 2007/08 setzten sich die Damen (Jessica Kürschner, Gisela Hable und Anita Beetz) mit dem Gewinn des Oberfrankenpokals für Bezirksligamannschaften gut in Szene. Bei den folgenden Bayerischen Pokalmeisterschaften gelang mit dem 2. Platz ein Achtungserfolg. Die 2. Herrenmannschaft wurde Meister der 1. Kreisliga und stieg in die 3. Bezirksliga auf. Im Eckardt-Pokal für Kreisligamannschaften wurde von den Akteuren Günter Fuhrmann, Frank Stumpf, Gerhard Wachter, Hans-Peter Pötzinger und Klaus Wunder die Kreismeisterschaft, die Oberfränkische Meisterschaft und die Bayerische Meisterschaft gewonnen. Im Seniorensport war der 2. Rang durch Reiner Kürschner/Friedel Tomaschko bei den Deutschen Meisterschaften (Ü50) das Highlight. Mit auf dem Treppchen in der gleichen Kategorie als Dritte waren Rolf Eberhardt/Bernhard Thiel (Hertha 06 Berlin). Reiner Kürschner (1.) und Rolf Eberhardt (2.) dominierten die Ü50-Klasse im Einzel der Bayerischen Meisterschaften und waren zusammen auch im Doppel erfolgreich. Die Ü50-Mannschaft des FC Nordhalben verteidigte die im Vorjahr errungenen Titel bei den Oberfränkischen-, Bayerischen- und Süddeutschen Meisterschaften in der Aufstellung Reiner Kürschner, Rolf Eberhardt, Friedel Tomaschko und Günter Fuhrmann. In der Saison 2008/09 gelangen der Seniorentruppe mit denselben Spielern die gleichen Erfolge. Zudem schaffte man bei den Deutschen Meisterschaften mit Rang drei den Sprung auf das Siegerpodest. Auch die Damenmannschaft konnte den Titel des Oberfränkischen Pokalsiegers verteidigen. Bei den Senioren beherrschten Nordhalbener Spieler die Bayerischen Meisterschaften in der Altersklasse Ü50 mit den Plätzen 1 – 3 in der Reihenfolge Rolf Eberhardt, Reiner Kürschner und Friedel Tomaschko. Im Doppel war Rang zwei für Reiner Kürschner/Rolf Eberhardt ein gutes Ergebnis. Erfreulich die Vizemeisterschaft für Reiner Kürschner im Einzel der Süddeutschen Meisterschaften sowie Platz drei im Doppel durch Rolf Eberhardt/Hans Wiesböck (TuS Bad Aibling). Eine Bronzemedaille im Mixed bei den Deutschen Meisterschaften war der Lohn für Reiner Kürschner und Daniela Baumann (TTC Neunkirchen).

Nordhalben feiert 60 Jahre Tischtennissport in der Klöppelgemeinde

Im Jahre 2009 gab es Tischtennissport in Nordhalben nun schon seit sechs Jahrzehnten. Diese Sportgeschichte mit all seinen großartigen Erfolgen feierte der .FC mit zahlreichen Ehrengästen bei einem Jubiläumsabend im „Haus des Gastes“. Sportlich gesehen gab es für die 1. Herren einen Rückschlag, denn sie mussten am Ende der Spielzeit aus der Bayernliga absteigen. Die 2. Herrenmannschaft entschloss sich nach dem Verlust einiger Leistungsträger zum Rückzug von der 3. Bezirksliga in die erste Kreisliga. Mannschaftserfolge melden die 2. Herren als Oberfränkischer Pokalsieger für Bezirksligamannschaften. Zum Einsatz kamen Thorsten Seuz, Günter Fuhrmann, Gerhard Wachter, Rene Ackermann und Hans-Peter Pötzinger. Die FC-Senioren (Reiner Kürschner, Rolf Eberhardt, Günter Fuhrmann, Gerhard Wachter) wurden Oberfränkischer Meister, Bayerischer Meister, Süddeutscher Meister und Deutscher Vizemeister). Im Einzelsport waren die Senioren ebenfalls wieder sehr erfolgreich. Oberfränkische Meistertitel gab es für Reiner Kürschner (Ü50-Einzel), Reiner Kürschner/Günter Fuhrmann (Ü50-Doppel) und Gerhard Wachter/Adda Schmidt, Jahn Forchheim (Ü60-Mixed). Bayerische Meisterschaften: 1. Rolf Eberhardt, 2. Reiner Kürschner, die zusammen auch den Doppelwettbewerb gewannen und Reiner Kürschner/ Daniela Baumann (TTC Neunkirchen) als Erste im Mixed. Bei den Süddeutschen Meisterschaften holte sich Rolf Eberhardt mit Monika Dietrich (TSV Schwabhausen) den 1. Platz im Mixed. Beide krönten ihre Leistung wenig später mit dem Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften. Reiner Kürschner schnitt im Einzel ähnlich gut ab: Zweiter bei der “Süddeutschen“ und Dritter bei der „Deutschen“. Erwähnenswert noch, dass in der Nordwaldhalle die Bayerischen Meisterschaften für Behinderte stattfinden. 2010/11: in dieser Spielzeit war das Bundesranglistenfinale des Deutschen Tischtennisbundes am 18./19.12.2010 herausragendes Ereignis für Nordhalben und den FC. Nach den Deutschen Meisterschaften die wichtigste Großveranstaltung des DTTB. 16 Damen und 16 Herren bildeten ein namhaftes Teilnehmerfeld, das unter der Schirmherrschaft von Landrat Oswald Marr an den Start ging. Sieger bei den Herren wurde Ruwen Filus (TTF Liebherr Ochsenhausen, Tischtennisverband Württemberg/Hohenzollern), während bei den Damen Petrissa Solja (TTSV Saarlouis-Fraulautern, Saarländischer Tischtennisbund) das Turnier gewann. Der FC erhielt uneingeschränktes Lob vom Verband für Organisation und Durchführung der Veranstaltung. Zwei Meisterschaften gab es im Spielbetrieb zu vermelden: die 2. Herrenmannschaft in der Kreisliga I und die Mädchen in der 2. Bezirksliga. Im Einzelsport wurde Rene Ackermann oberfränkischer Jugendmeister im Doppel an der Seite von Nico Küspert (TS Marktredwitz-Dörflas). Wie gewohnt gelangen auch diesmal der Seniorenabteilung großartige Erfolge. Die Senioren Ü50 gewannen 1. Plätze bei den oberfränkischen- und bayerischen Mannschaftsmeisterschaften. Dazu der 2. Rang bei den Deutschen Meisterschaften. Verantwortlich dafür zeichneten Reiner Kürschner, Rolf Eberhardt, Günter Fuhrmann und Friedel Tomaschko. Die Seniorinnen (Ü50) Anita Beetz und Gisela Hable siegten bei den oberfränkischen Mannschaftskämpfen. Umfangreich auch die Erfolgsliste der FC-Senioren bei folgenden Veranstaltungen: Oberfränkische Meisterschaften: Titelgewinner: Ü50 Einzel: Reiner Kürschner, Ü50 Doppel: Reiner Kürschner/Günter Fuhrmann, Ü60 Einzel: Gerhard Wachter, Ü60 Doppel: Gerhard Wachter/Günter Panzer (TV Gefrees). Bayerische Meisterschaften: Ü50 Einzel: 1. Reiner Kürschner, Ü50 Mixed: 2. Reiner Kürschner/Daniela Baumann (SB Versbach), Ü60 Mixed: 2. Gerhard Wachter/Gertrud Babinsky (TS Kronach). Deutsche Meisterschaften: Ü50 Doppel: 3. Reiner Kürschner/Rolf Eberhardt, Ü50 Mixed: 2. Rolf Eberhardt/Monika Dietrich (TSV Schwabhausen). Eine Superplatzierung erreichten Reiner Kürschner und Rolf Eberhardt im Doppel bei den Senioreneuropameisterschaften im tschechischen Lieberec mit dem Gewinn der Silbermedaille. 2011/12 gelang den 1. Herren Platz zwei in der Landesliga Nordwest und man konnte damit den Aufstieg in die Bayernliga Nord ins Auge fassen. Die Mädchenmannschaft musste leider aus der Oberfrankenliga absteigen. Die 2. Herrenmannschaft verbuchte den Gewinn des Kreispokals. Im Finale gegen ATSV Reichenbach kamen Gerhard Wachter, Thomas Pötzinger und Hans-Peter Pötzinger zum Einsatz. Erfolge im Mannschaftssport feierten die Senioren Ü50 mit dem 2. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften und dem gleichen Rang bei den Deutschen Meisterschaften. Die Mannschaft bestand aus Reiner Kürschner, Rolf Eberhardt, Friedel Tomaschko und Günter Fuhrmann. Im Einzelseniorensport gab es folgende Top-Ergebnisse: Meister bei den Oberfränkischen Meisterschaften wurden im Einzel Ü50 Rolf Eberhardt und im Doppel Ü60 Gerhard Wachter mit Günter Panzer (TV Gefrees). Bayerische Meisterschaften: Ü50 Einzel: 1. Rolf Eberhardt, 2. Reiner Kürschner, Doppel: gemeinsame Dritte Reiner Kürschner/Rolf Eberhardt und FriedelTomaschko/Günter Fuhrmann, Mixed: 1. Rolf Eberhardt/Monika Dietrich (TSV Schwabhausen), 3. Reiner Kürschner/ Daniela Baumann (SV Versbach). Deutsche Meisterschaften: hier ging die Vizemeisterschaft im Doppel an Reiner Kürschner/Rolf Eberhardt und der Titel im Mixed an Rolf Eberhardt/Monika Dietrich (TSV Schwabhausen). Zwei Veranstaltungen hatte der FC im Bereich des Behindertensports übernommen. Die Deutschen Meisterschaften sahen 130 Teilnehmer am Start, wobei der einheimische Gerhard Wachter zwei Titel erringen konnte. Auch die Bayerischen Meisterschaften wurden vom FC durchgeführt.

1. Herrenmannschaft meldet sich vom Spielbetrieb ab

Mit einem Eklat endete die Vorbereitung auf die Saison 2012/13. Nachdem die 1. Herrenmannschaft eine Neuverpflichtung präsentiert hatte, gab es in Reihen des Gesamtvereins FC Nordhalben dagegen heftigen Widerstand. In einer Abstimmung wurde gegen die Verpflichtung des tschechischen Spielers aus finanziellen Gründen entschieden. Daraufhin meldete sich die 1. Herrenmannschaft schon vor Beginn der Punktspielserie aus der Bayernliga ab. Die Misere wurde durch den Rückzug der neu geschaffenen 2. Damenmannschaft (Kreisliga I) nach der Vorrunde verstärkt. Die 1. Damenmannschaft musste nach dieser Saison den Abstieg aus der Oberfranken hinnehmen. Mittlerweile hatte Gerhard Wachter im August 2012 den Posten des Abteilungsleiters übernommen. Er löste Anita Beetz ab, die das Amt kommissarisch nach dem Rücktritt von Frank Stumpf ausgeführt hatte. Erfreulicherweise zeigten mehrere Kinder und Jugendliche Interesse am Tischtennissport. Es konnten Mini-Meisterschaften auf Vereinsebene veranstaltet werden. Auch bei den Kreismeisterschaften und Oberfränkischen Meisterschaften waren Kinder aus Nordhalben am Start. Manuel Pötzl gelang sogar der oberfränkische Meistertitel und die Teilnahme an den Bayerischen Meisterschaften. Ehrungen gab es für verdiente Spielerinnen: Anita Beetz und Gisela Hable erhielten Auszeichnungen für 800 Spiele, Christine Lippert für die Teilnahme an 700 Spielen. Bei den Herren wurde Hans-Peter Pötzinger für 700 Spiele geehrt. Zur Serie 2013/14 verlor der FC Nordhalben seine Damenmannschaft, die über Jahrzehnte bestand. Sie war fast immer in Oberfrankens höchster Liga vertreten und zwei Mal sogar in die Landesliga aufgestiegen. Spielerinnen hatten aufgehört oder waren zu anderen Vereinen gewechselt. So blieb im Erwachsenenbereich nur eine Herrenmannschaft übrig. Erfreulicherweise konnte nach Jahren wieder eine Jungenmannschaft gemeldet werden, die in der 2. Kreisliga startete und am Saisonende in die 1. Kreisliga aufstieg. Einen Glanzpunkt setzte das Herrenteam mit dem Gewinn des Kreispokals. Im Finale setzte sich der FC (Gerhard Wachter, Thomas Schneider, Benjamin Stumpf) mit 5:3 Punkten gegen SV Fischbach durch. Benjamin Stumpf wurde oberfränkischer Vizemeister im Einzel der C-Klasse. Eine besondere Ehrung erhielt Gerhard Wachter, der das FC-Trikot in 1.000 Spielen getragen hatte. Während die Herren 2014/15 nur knapp dem Abstieg aus der 1. Kreisliga entgangen waren, holte sich die Jungenmannschaft Rang zwei in der 1. Kreisliga, was den Aufstieg in die 2. Bezirksliga Oberfranken-Nord zur Folge hatte. Im März 2015 übernahm der FC zum dritten Male die Bayerischen Meisterschaften für Behinderte. Am Ende der Saison 2015/16 konnte die Jungenmannschaft den Abstieg aus der 2. Bezirksliga nicht verhindern. Die Herren spielten eine gute Runde mit Platz zwei in der Kreisliga I. Damit erreichte man Relegationsspiele, die in Naila über die Bühne gingen. Nach Sieg über ATSV Oberkotzau, scheiterte der FC am TV Konradsreuth II und blieb weiterhin in der 1. Kreisliga. Im Einzelsport gewann Benjamin Stumpf den oberfränkischen Meistertitel im Einzel der C-Klasse. Gerhard Wachter war bei den oberfränkischen Seniorenmeisterschaften mit zwei ersten Plätzen erfolgreich: im Doppel mit Günter Panzer (TV Gefrees) und im Mixed mit Maria Zeuß (TTC Wallenfels). Die Spielzeit 2016/17 bescherte den FC-Herren zwei erwähnenswerte Erfolge: den Gewinn des Kreispokals und den Meistertitel in der Kreisliga I – Kronach. In beiden Fällen war TSV Teuschnitz II hartnäckiger Konkurrent. Im Pokalfinale siegte Nordhalben mit 5:3 Punkten in der Aufstellung Gerhard Wachter, Benjamin Stumpf und Frank Stumpf. Im entscheidenden letzten Spiel der Kreisligaserie gelang mit einem 9:7-Erfolg gegen Teuschnitz II der Titel und damit der Aufstieg in die Bezirksliga III, Hof-Kronach. Zwei 1. Plätze verbuchte Gerhard Wachter (Ü65) bei den oberfränkischen Seniorenmeisterschaften im Doppel (mit Michael Zrenner, TTC Rugendorf) und im Gemischten Doppel (mit Maria Zeuß, TTC Wallenfels). Die Saison 2017/18 war von Höhen und Tiefen geprägt. Während die Jungenmannschaft in Meisterschaft und Pokal jeweils zweite Plätze belegte, ging der Weg der Herrenmannschaft wieder eine Stufe abwärts. In der Spielzeit 2018/19 starten, nach erfolgter Strukturreform des Bayerischen Tischtennis Verbands, die Herren in der Bezirksklasse A und die Jungen in der Bezirksliga. Im Jahr 2019 kann der FC Nordhalben auf 70 Jahre Tischtennissport in der Klöppelgemeinde zurückblicken. Dank gebührt allen Aktiven, Funktionären, Gönnern und Freunden, die die Tischtennisabteilung des FC Nordhalben in ihrer langen Geschichte unterstützten und sich für deren Wohl eingesetzt haben.